1. Aufgabe:
a) In welchen Betrieben gilt das Betriebsverfassungsgesetz?
b) In welchen Betrieben gilt das Betriebsverfassungsgesetz nicht?
c) Ein privater ambulanter Pflegedienst in der Rechtsform der GmbH möchte Frau X für
Verwaltungsarbeiten einstellen. Der Pflegedienst beschäftigt 20 Arbeitnehmer. Kann der Betriebsrat
seine Zustimmung zu der Einstellung mit der Begründung verweigern, Herr Y sei wesentlich besser
für die Position geeignet?
2. Aufgabe:
Betriebsratsmitglieder sind nach dem BetrVG verpflichtet, Geschäftsgeheimnisse zu wahren. Nennen
Sie zwei wesentliche Konsequenzen, mit denen ein Betriebsrat rechnen muss, wenn er gegen dieses
Gebot verstößt.
3. Aufgabe:
a) Was ist der Unterschied zwischen Mitbestimmungsrechten des Betriebsrats und
Mitwirkungsrechten?
b) Wann hat der Betriebsrat mitzubestimmen? Wann kann er mitwirken? Nennen Sie jeweils drei
Beispiele.
c) Für den Betrieb des Arbeitgebers A gilt ein Tarifvertrag, nach dem jedem Arbeitnehmer ein
jährliches Weihnachtsgeld zu zahlen ist.
In einer Betriebsvereinbarung einigen sich Arbeitgeber A und Betriebsrat nun allerdings darauf, in
diesem Jahr kein Weihnachtsgeld zu zahlen. Ist dies zulässig? Begründen Sie Ihre Antwort.
4. Aufgabe:
Nach dem Betriebsverfassungsgesetz ist bei der Neueinstellung von Personal auch der Betriebsrat zu
beteiligen.
a) Beschreiben Sie drei Formen der Mitwirkung, die der Betriebsrat bei Einstellungen hat.
b) Erläutern Sie drei Pflichten, die die Unternehmensleitung gegenüber dem Betriebsrat bei
Neueinstellungen hat.
5. Aufgabe:
In welchen Organisationen werden Personalräte gewählt?
6. Aufgabe:
Was ist ein Sozialplan und was wird darin nach dem Betriebsverfassungsgesetz geregelt?
7. Aufgabe:
Für den Wirtschaftsbereich, dem der Arbeitgeber X angehört, gibt es einen Tarifvertrag. Der
Arbeitgeber X ist nicht tarifgebunden und zahlt untertarifliche Löhne.
a) Besteht für die Arbeitnehmer des X ein Anspruch auf Tariflohn? Begründen Sie Ihre Meinung.
b) Unter welchen Voraussetzungen würde der Tarifvertrag im Betrieb des X dennoch gelten?
c) Ist es möglich, in einer Betriebsvereinbarung tarifliche Löhne zu vereinbaren?
d) Wie könnte die zuständige Gewerkschaft erreichen, dass im Betrieb des X ein Tarifvertrag gilt?
8. Aufgabe:
a) Was versteht man unter „Friedenspflicht“?
b) Wann ist ein Streik nicht rechtmäßig? Nennen Sie drei Beispiele.
c) Wann darf ein Arbeitgeber auf einen Streik mit einer Aussperrung reagieren?
9. Aufgabe:
Arbeitnehmer R beteiligt sich nicht am Streik in seinem Betrieb. Er kann aber dennoch nicht arbeiten,
da durch den Streik der ganze Betrieb lahmgelegt ist. Welche Folgen hat das für ihn?
10. Aufgabe:
Für das neue Arbeitsverhältnis des Angestellten Y gilt der TVöD. Y möchte nun wissen, wie hoch sein
Vergütungsanspruch ist. Wo muss er nachsehen?